Risikolebensversicherung: Schutz für die Menschen, die Ihnen wichtig sind

Was passiert finanziell mit Ihrer Familie, wenn Ihr Einkommen plötzlich dauerhaft wegfällt?

Miete oder Kreditrate laufen weiter. Lebensmittel, Versicherungen und Nebenkosten müssen bezahlt werden. Kinder sind möglicherweise noch viele Jahre auf finanzielle Unterstützung angewiesen und bei einer Immobilie kann zusätzlich eine hohe Restschuld bestehen.

Eine Risikolebensversicherung kann diese finanzielle Lücke auffangen. Verstirbt die versicherte Person während der vereinbarten Laufzeit, wird die festgelegte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt.

Auf dieser Seite erfahren Sie:

✓ für wen eine Risikolebensversicherung sinnvoll ist
✓ wie hoch Versicherungssumme und Laufzeit sein sollten
✓ wovon die Kosten abhängen
✓ was bei Gesundheitsfragen und Vorerkrankungen wichtig ist
✓ worauf Sie beim Vergleich achten sollten

👉 Unser Tipp:

Nicht der billigste Tarif sollte am Anfang stehen, sondern die Frage:

Wie groß wäre die finanzielle Lücke für Ihre Familie tatsächlich?

Was ist eine Risikolebensversicherung – und wer braucht sie?

Eine Risikolebensversicherung ist eine reine Absicherung für den Todesfall.

Stirbt die versicherte Person während der vereinbarten Vertragslaufzeit, zahlt der Versicherer die festgelegte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person aus.

Anders als bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung wird normalerweise kein Vermögen angespart. Endet der Vertrag und die versicherte Person lebt, erfolgt deshalb üblicherweise keine Auszahlung.

Genau dadurch kann mit einem vergleichsweise überschaubaren Beitrag eine hohe Todesfallsumme abgesichert werden.

Besonders sinnvoll ist eine Risikolebensversicherung für:

Familien mit Kindern

wenn ein Einkommen über viele Jahre ersetzt werden müsste

Paare

die finanziell voneinander abhängig sind

Immobilienbesitzer

die eine laufende Baufinanzierung absichern möchten

Alleinerziehende

wenn Kinder finanziell versorgt werden müssen

Selbstständige und Geschäftspartner

wenn wirtschaftliche Verpflichtungen bestehen

Gerade bei einer Immobilienfinanzierung ist die Frage wichtig:

Könnte der verbleibende Partner die Kreditrate dauerhaft allein tragen?

Falls nicht, sollte die Restschuld bei der Ermittlung der Versicherungssumme berücksichtigt werden.

Wer hingegen ausschließlich Bestattungskosten absichern möchte, sollte sich zusätzlich mit einer Sterbegeldversicherung beschäftigen.

Wie hoch sollten Versicherungssumme und Laufzeit sein?

Die Versicherungssumme sollte nicht einfach nach Gefühl gewählt werden.

Als grobe Orientierung wird häufig das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens genannt.

Genauer ist jedoch eine individuelle Berechnung.

Berücksichtigt werden sollten:

✓ die monatliche Einkommenslücke
✓ die Dauer der notwendigen Versorgung
✓ offene Immobilien- oder andere Kredite
✓ besondere zukünftige Kosten
✓ vorhandene sichere Rücklagen

Ein einfaches Beispiel

Fehlen einer Familie nach dem Tod eines Elternteils monatlich 1.200 Euro und soll diese Lücke zehn Jahre geschlossen werden, ergibt das:

1.200 Euro × 12 Monate × 10 Jahre = 144.000 Euro

Besteht zusätzlich eine Immobilienrestschuld von 200.000 Euro, liegt der rechnerische Bedarf bereits bei 344.000 Euro.

Wie lange sollte der Vertrag laufen?

Die Laufzeit sollte die gesamte finanziell kritische Phase abdecken.

Bei Familien kann das beispielsweise bis zur finanziellen Selbstständigkeit des jüngsten Kindes sein.

Bei einer Baufinanzierung kann die Laufzeit beziehungsweise Restschuld des Darlehens als Orientierung dienen.

👉 Wichtig: Eine zu kurze Laufzeit nur wegen eines günstigeren Beitrags kann problematisch sein. Muss später ein neuer Vertrag abgeschlossen werden, sind Sie älter und möglicherweise gesundheitlich nicht mehr in derselben Situation.

Für die Familienabsicherung wird häufig eine gleichbleibende Versicherungssumme gewählt.

Zur reinen Absicherung eines Kredits kann dagegen auch eine fallende Versicherungssumme sinnvoll sein.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Einen festen Preis gibt es nicht.

Der Beitrag hängt vor allem ab von:

✓ Eintrittsalter
✓ Versicherungssumme
✓ Vertragslaufzeit
✓ Gesundheitszustand
✓ Raucherstatus
✓ Beruf
✓ risikorelevanten Freizeitaktivitäten

Ein junger, gesunder Nichtraucher kann deshalb für denselben Versicherungsschutz deutlich weniger bezahlen als eine ältere Person mit bestimmten Vorerkrankungen.

Beim Vergleich sollte außerdem nicht nur der aktuelle Nettobeitrag beziehungsweise Zahlbeitrag berücksichtigt werden.

Je nach Tarif kann auch der höhere Brutto- beziehungsweise Tarifbeitrag wichtig sein.

Gesundheitsfragen und Vorerkrankungen

Vor dem Abschluss müssen normalerweise Gesundheits- und Risikofragen beantwortet werden.

Diese Angaben sollten vollständig und wahrheitsgemäß gemacht werden.

Eine Vorerkrankung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass kein Versicherungsschutz möglich ist.

Versicherer können denselben gesundheitlichen Sachverhalt unterschiedlich beurteilen.

Bei relevanten Vorerkrankungen kann deshalb eine Risikovoranfrage sinnvoll sein, bevor reguläre Anträge gestellt werden.

👉 Wichtig: Gesundheitsfragen sollten niemals bewusst unvollständig beantwortet werden, nur um eine günstigere Annahme zu erreichen.

Risikolebensversicherung vergleichen: Darauf kommt es wirklich an

Der günstigste Monatsbeitrag macht noch keinen passenden Vertrag.

Beim Vergleich sollten Sie insbesondere prüfen:

✓ Ist die Versicherungssumme ausreichend?
✓ Passt die Laufzeit zum tatsächlichen Bedarf?
✓ Kann die Versicherungssumme später erhöht werden?
✓ Wie beurteilt der Versicherer Ihre Gesundheit?
✓ Wie unterscheiden sich Netto- und Bruttobeitrag?
✓ Ist die Vertragsgestaltung für Sie passend?

Gerade bei Paaren kann auch die Vertragsgestaltung wichtig sein.

Bei einer Über-Kreuz-Absicherung schließt beispielsweise jeder Partner einen eigenen Vertrag auf das Leben des jeweils anderen ab. Das kann insbesondere für unverheiratete Paare interessant sein.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden

✗ Versicherungssumme zu niedrig wählen
✗ Laufzeit aus Preisgründen zu kurz wählen
✗ nur auf den billigsten Beitrag schauen
✗ Gesundheitsfragen ungenau beantworten
✗ Vertrag nach größeren Lebensveränderungen nie wieder prüfen

Geburt eines Kindes, Heirat, Immobilienkauf oder ein höheres Einkommen können den Absicherungsbedarf verändern.

👉 Merke: Der passende Tarif ist nicht automatisch der billigste Tarif – sondern derjenige, der zu Ihrer persönlichen Situation passt.

Welche Risikolebensversicherung passt zu Ihnen?

Eine gute Risikolebensversicherung beginnt nicht beim Tarif, sondern bei Ihrer persönlichen Situation.

Eine Familie mit kleinen Kindern und Baufinanzierung benötigt eine andere Absicherung als ein unverheiratetes Paar oder ein Selbstständiger.

Deshalb sollte die Reihenfolge sein:

1. Bedarf ermitteln
2. Versicherungssumme und Laufzeit bestimmen
3. Gesundheitsangaben prüfen
4. passende Tarife vergleichen

Als ihr Versicherungsmakler aus dem Eichsfeld in Heilbad Heiligenstadt können wir unterschiedliche Versicherer und Tarifmöglichkeiten berücksichtigen.

Sie möchten wissen, welche Absicherung zu Ihrer Situation passt?

Gerne unterstützen wir Sie bei der Bedarfsermittlung, beim Vergleich und bei der Antragstellung.